Plant man die Terrassengestaltung gut, kann aus einer unattraktiven Betonfläche ein Ort werden, an dem man sich wohlfühlt und der dann auch zum zweiten Wohnzimmer unter freiem Himmel werden kann.
Nachfolgend zum Thema Terrassengestaltung einige Ideen und Anregungen, damit die Terrasse auch das wird, was man sich vorstellt:
Die Gestaltung beginnt mit der Planung
Bevor man mit den Arbeiten loslegt, sollte erst einmal darüber nachgedacht werden, wie und von wem die Terrasse genutzt wird. Lässt man das außer Acht, kann es schnell passieren, dass man beispielsweise später Möbel kauft, die nicht passen, oder dass man einen Bodenbelag wählt, der dann überhaupt nicht geeignet ist. Zuerst sollte also die Funktion richtig geplant werden und dann die Form.
Gedanken zur Planung kurz zusammengefasst:
- Als erstes überlegen, wie die Terrasse genutzt werden soll (Entspannen, Grillen/Kochen/Essen, Spielen, Haustiere. Nimmt alles Einfluss auf die Größe, Möbel sowie den Bodenbelag).
- Vor allem bei höher gelegenen Terrassen oder einer Hanglage (eventuell mit Stufen) zur Sicherheit an ein Geländer denken und mit einplanen.
- Wenn eine Überdachung gewünscht, diese früh einplanen, da eine nachträgliche Montage meist teurer ist.
- Die Materialien auf den gewünschten Stil abstimmen.
- An möglichen Sichtschutz denken, um mehr Privatsphäre zu erhalten (möglich mit Pflanzen, Zäunen, Rankgittern)
Welche Funktionen soll eine Terrasse haben?
Um die Terrasse besser planen zu können, ist es wichtig zu wissen, was man dort alles machen möchte. Davon ist es einiges abhängig. Wenn dort vor allem mit der Familie gegessen werden soll, benötigt man mindestens 12 bis 16 qm (Tisch mit vier bis sechs Stühlen plus Bewegungsfreiheit). Für eine Terrasse, auf der zum Entspannen Liegestühle passen müssen, können ca. 8 bis 10 qm ausreichen. Möchte man grillen, kochen sowie auch Gäste empfangen, werden mindestens 20 qm nötig sein. Aber auch ein Bereich für Kinder, den Familienhund oder für Fahrräder oder für Pflanzkübel nimmt Einfluss auf die Größe der Fläche, auf den Bodenbelag, die Möbel sowie die Bepflanzung.
Bei höher gelegenen Terrassen und/oder einer Hanglage mit eventuell Stufen an ein Geländer denken
Damit eine Terrasse auch sicher ist, sollte in bestimmten Fällen an ein Geländer gedacht werden. Geländer sind wichtige Bestandteil bei der Terrassengestaltung, denn sie bieten Schutz vor Abstürzen, insbesondere bei erhöhten Terrassen mit Stufen. Hier ist beim Geländerbau eine Kombination aus Sicherheit, Stabilität und ansprechender Optik anzuraten. Und es empfiehlt sich, das Geländer an den Baustil und die verwendeten Materialien der Terrasse anzupassen. Edelstahlprodukte für den Geländerbau haben sich dabei sehr bewährt. Auch in Kombination mit Glas. Möglich sind aber auch beispielsweise Holz oder Aluminium. Wünscht man ein ein langlebiges, wetterfestes und optisch ansprechendes Geländer, ist Edelstah sicherlich eine gute Wahl.
Eine Überdachung von Anfang an mit einplanen
Die Überdachung direkt mit einzuplanen, ist besser, als eine nachträgliche Ergänzung. Infrage können dafür zum Beispiel eine Aluminium-Überdachung oder ein Glasdach, Pergolen, oder auch Sonnensegel kommen. Es gibt dann natürlich große Unterschiede beim Preis, bei der Statik und Optik.
An einen Sichtschutz denken
Ein Sichtschutz kann bei manchen Grundstücken und abhängig vom Standort der Terrasse sehr sinnvoll sein, um mehr Privatsphäre zu erhalten. Dafür kann unterschiedliches infrage kommen. Möglich ist ein natürlicher Sichtschutz in Form von beispielsweise Hecken, Pflanzkübeln oder Rankpflanzen. Es gibt aber natürlich auch noch weitere Sichtschutzelement aus verschiedenen Materialien. Auch hier sollte alles harmonisch zum Gesamtbild der Terrasse passen.
Kleine Details können eine große Wirkung bei der Terrassengestaltung haben
Tatsächlich ist es oft so, dass die Terrassengestaltung selten am großen Konzept scheitert. Vielmehr sind es die kleinen Details, die meist übersehen werden. So erzeugen beispielsweise ein einheitliches Farbschema bei den Möbeln, Decken und Kissen und Kübeln sofort mehr Harmonie. Es reichen schon zwei bis drei Farben aus. Mehr kann schnell unruhig wirken. Ebenfalls kann die jeweilige Pflanzenhöhe eine Rolle spielen. Um eine lebendige Raumwirkung zu erhalten, sollte man niedrige Bodendecker, mittelhohe Pflanzkübel und hohe Sichtschutzpflanzen kombinieren. Auch kann die richtige Beleuchtung einiges bewirken. Zum Beispiel verändern warm-weiße LED-Lichterketten sofort die Atmosphäre am Abend.
Hunde- und haustiergerechte Gestaltung einer Terrasse
Leben Haustiere, wie zum Beispiel ein Hund mit im Haushalt, ist ein rutschfester und pflegeleichter Bodenbelag sicherlich sehr vorteilhaft. Auch sollten dann robuste, kratzfeste sowie leicht zu reinigende Materialien gewählt werden. Besonders für einen Hund sollte es auf der Terrasse dazu ausreichend Schattenplätze geben. Man kann auch gleich einen Hundebereich mit Liegeplatz und Wasssernapf mit einrichten. Eine sichere Einfriedung kann in manchen Fällen ein Entlaufen oder Abstürzen verhindern und man sollte auf giftige Pflanzen, und scharfkantige Bauteile verzichten. Grundsätzlich kann und sollte man die Bedürfnisse von Haustieren (z. B. auch Katzen oder Kleintiere) berücksichtigen, wenn diese sich auf der Terrasse aufhalten sollen.

